Teilschritt 2 Ermittlung der raeumlich-zeitlichen Abfolge von Taetigkeiten

Aus Ergotyping
Wechseln zu: Navigation, Suche

zurück zur Hauptseite Digitale Prozessergonomie


Im Beispiel sind die folgenden Tätigkeiten vorhanden:

Die Frau geht zur rechten Tischseite, um einen Behälter einzuscannen. Währenddessen, mit einer Verzögerung bis zum Scannbeginn, läuft der Mann zu seiner Handlungsstelle am Tisch, setzt einen Bolzen in eine Hülse ein, klopft diese mit 3 Hammerschlägen fest und stellt die Hülse seitlich ab. Die Frau wartet, bis dieser Vorgang beendet ist, um danach die Hülse aufzunehmen und in ihrem Wirkraum abzusetzen. Anschließend imprägniert sie den Bolzen, in dem eine Sprühflüssigkeit aufgetragen und mit einem Tuch verteilt wird. Das so behandelte Produkt wird von ihr in einen Behälter gelegt und dieser zur Scannhandlungsstelle getragen. Dort erfolgt erneut der Scannvorgang. Während dieser gesamten Tätigkeit der Frau wiederholt der Mann seine Tätigkeit, um abschließend einen leeren Behälter vom Materialwagen auf die linke Tischseite der Frau umzusetzen. Dazu läuft er ein paar Schritte zum Materialwagen und wieder zurück.


Eine digitale Umsetzung technologischer Verrichtungen in 'ema' kann nicht auf dieser Beschreibungsebene "Teiltätigkeiten" erfolgen, da diese noch zu unspezifisch ist.

'ema' enthält eine Verrichtungs-Bibliothek, die auf der Ebene der Elementarverrichtungen arbeitet.

Daher sind die Teilverrichtungen des Beispiels zunächst weiter zu untersetzen. Dazu ist es sinnvoll, sich die Verrichtungsbibliothek von 'ema' anzuschauen, um die Gliederungstiefe zu erkennen (im nachfolgenden Bild s. Auszug).

Verrichtungsbibliothek Auszug.gif

Bezogen auf das Beispiel ergeben sich daher für Mann und Frau, die ihre eigenen Verrichtungsschritte sequentiell abarbeiten, jedoch untereinander eine partielle Überlappung einzelner Verrichtungen aufweisen, folgende Elementarverrichtungen in Reihenfolge:

Elementarverrichtungen Bsp.gif