Teilschritt 1 Zusammenstellung von Daten zum Arbeitssystem

Aus Ergotyping
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Hier reichen zunächst ein Grobentwurf und erste orientierende Anforderungen aus, da die Feinplanung (Ablaufoptimierung und Ergonomieanpassung) über die Anwendung von ema in einem iterativen Prozess erfolgen kann.

  • Festlegung der Objekte der Szenegeometrie mit deren Hauptabmessungen und Verstellbarkeiten: → Einfluss auf Körperhaltungen, Zugänglichkeit, Bewegungsräume
    • z. B. Werkbankabmessung LxBxH= 2000 mm x 700 mm x 850 mm mit zunächst fester durchschnittlicher Arbeitshöhe
    • Materialwagen mit einer oberen Regalbretthöhe von 800 mm und mit weiteren, tiefer gelegenen Regalböden, ohne Verstellbarkeiten
    • Abmessung und Anzahl der Gegenstände: 2 Bolzen LxB= (80 mm x 80 mm); 2 Hülsen LxB= (100 mm x 100 mm)
    • Arbeitsmittel und Anzahl: 1 Sprühdose, 1 Hammer, 1 Scanner, 1 Lappen; 2 Behälter LxBxH= (200 mm x 200 mm x 200 mm)
  • Generelle Anordnung der Objekte:
    • z. B. Materialwagen in Angrenzung an die Werkbank
    • 1 Behälter auf dem Materialwagen, 1 Behälter auf einer Werkbankseite
    • Werkzeuge und Gegenstände in Griffnähe
  • Nutzerpopulation
    • männliche, weibliche Nutzer im arbeitsfähigen Alter, deutsche Wohnbevölkerung

→ Wahl von anthropometrisch kritischen Referenzpersonen: Frau, 5. Perzentil (F5) und Mann, 95.Perzentil (M95)

Daraus kann ein Arbeitsplatz- bzw. Arbeitssystemmodell unter Zuhilfenahme von ema-Bibliotheksobjekten erstellt werden.

Szenegeometrie für das Beispiel:

Szenegeometrie.gif


Weitere Vorüberlegungen

Um in dieser Szene technologische Verrichtungen unter Nutzung von ema abbilden zu können, sind weitere Vorüberlegungen erforderlich:

Festlegung/ Bestimmung von:

a) Standorten der Nutzer incl. deren Abstände zu Gegenständen (z. B. Tisch) und Bezugsebenen (z. B. Tischvorderkante) sowie Blickrichtung der Nutzer → s. Laufpfade, Walkpunkte, Marker; Achsenausrichtung

b) Griffstellen an Werkzeugen; Ausrichtung beim Ergreifen und bei Benutzung

→ s. Marker; Greifpunkte: sog. Grip-Point GP_RIGHT/LEFT; Hilfsobjekte bei Objekt-Grundparametern

c) Handlungsstellen

d) Fügepunkten an Werkstücken, Wirkpunkten

→ sog. Tool Center Point TCP; Marker

e) Kollisionsobjekte

f) Verknüpfung von Objekten

→ Objekt-Hierarchien oder Definition neuer Elternobjekte für Verrichtungsparameter

g) Objektbewegungen

h) Kopplungsglieder am Menschen (Finger, Hand, Körperseite: rechts, links, beidhändig…)

i) Kopplungsart, Griffart bei Benutzung von Gegenständen

→ Objekteigenschaft: Objekthandhabung

j) Grundparameter wie Raumlage, Masse

→ Objekteigenschaft: Objekthandhabung

k) Aufgebrachte Kräfte und Art der der Aktionskräfte (Ganzkörper, Hand-Fingerkraft)

→ Ergonomieparameter bei Verrichtungsparametern


Anwendung auf das Beispiel (Draufsicht):

Szenegeometrie praepar.gif

und in Perspektivansicht (Ausschnitt):


Szenegeometrie praepar 2.gif


Diese Überlegungen widerspiegeln sich:

(1) in der Szenegeometrie

  • über die Festlegung von Raumlagen für Objekte
  • über Einführung und Lokalisierung von Hilfsobjekten: Marker, Pfadpunkte, Laufpfade, Objektkopien

(2) in Objekteigenschaften

  • über die Präparierung von Objekten: Festlegung von Hüllkörpern, Sicherheitsabständen
  • über die Verknüpfung von Objekten (Objekthierarchien)
  • über Grundparameter: z. B. Lastmasse
  • über Eigenschaften gelisteter Objekte in der Registerkarte Objekte: Kollisionsobjekt, Bodenobjekt

(3) in der Parametrisierung von Verrichtungen

In der Objektliste ist z. B. für alle Werkzeuge, sonstige Arbeitsmittel die Griffart der Objekthandhabung festzulegen

Objektparameter.gif