Produktergonomie(Maschinen): Stufenmodell

Aus Ergotyping
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ergonomische Daten, die einerseits in Analyse- und Bewertungsverfahren von Ergonomie-Tools sowie andererseits in aufbereitete menschliche Eigenschaften des Menschmodelles einfließen, kommen aus verschiedenen Quellen (s. Entwicklungs- und Gestaltungsprozess: Quellen ergonomischer Anforderungen).

Aufbereitg ergon Anford.gif


Sinnvoll ist es, das Ergonomiewissen zur Maschinenergonomie aus diesen verschiedenen Quellen in Stufen - in einem Stufenmodell -zu recherchieren, aufzubereiten und in Ergotyping-Tools (s. Ergonomieaspekte) einfließen zu lassen. Günstig ist ein Stufenmodell, bestehend aus zwei Stufen:

Stufe 1:

Stufe 1 umfasst Ergonomieaspekte aus dem Verzeichnis 1 der 9.VO zum GPSG und damit Inhalte aus den harmonisierten A-,B – und C-Normen, die harmon. Normen definieren dabei den Stand der Technik, sie lösen die Konformitätsvermutung aus.

Weiterhin werden Inhalte aus dem Abschnitt 2 aufgenommen. Die nationalen Normen und technischen Spezifikationen dieses Abschnitts, die Anwendung finden, wenn keine harmonisierten Normen vorliegen, werden als hilfreich und wichtig für die sachgerechte Umsetzung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erachtet. Sie lösen keine Konformitätsvermutung aus. Für den Bereich Maschinen existiert ein übersichtlich strukturiertes Normenwerk. Typ-Zuordnungen europäischer Normen sind in neueren Normen selbst enthalten. Die als produktübergreifend anzusehenden A- und B-Normen, die sich in ihren Aussagen nicht auf eine einzelne Maschine beschränken, können als Grundlage jeder Entwicklung angesehen werden. Typ C-Normen enthalten detaillierte Anforderungen an spezifische Maschinenarten. Diese sind auf einen speziellen Anwendungsfall beschränkt. Allerdings enthalten C-Normen oftmals Verweise auf Typ A- und B-Normen.

Stufe 2:

Stufe 2 umfasst Ergonomiewissen aus den anderen Quellen wie allgemein anerkannte Regeln der Technik und andere Wissensstände.

Stufenmodell.gif